Ab welchem Tintenstand solltest du deine Neuland Marker nachfüllen?
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Refillosophy:
Guido Neuland · 19. März 2026
Genau wie ihre große Schwester malt auch meine jüngste Tochter für ihr Leben gern – und zwar ausgiebig: mit sattem Farbauftrag und nicht selten mit mehr Druck auf den Marker, als eigentlich nötig wäre. Natürlich nutzt sie dafür am liebsten Neuland Marker. Sie kennt bereits die Farbnummern ihrer Lieblingstinten, füllt Marker selbstständig nach und erkennt mit geübtem Blick, wann eine Spitze ausgetauscht werden muss.

Mit ihren Neuland No.One® Art Markern entstehen großformatige Bildwelten auf Papier. Dabei fließt ordentlich Tinte – und hin und wieder steht auch ein kleiner „Pit-Stop“ für neue Spitzen an.
Refillosophy – warum Nachhaltigkeit im Kinderzimmer beginnt
„Aber wann müssen wir die Marker eigentlich nachfüllen? Und wie viel Tinte kommt da rein?“, fragte sie mich neulich. Meine spontane Antwort: „Wenn er nicht mehr richtig schreibt, füllst du ihn nach. Teste das einfach auf einem Blatt Papier. Und beim Nachfüllen kommt ein Tintenbällchen rein.“

Der Schreibtest zeigt ganz klar: Der Marker ist trocken und braucht Tinte!
Gesagt, getan. Der gelbe Marker, der kaum noch Farbe abgab, wurde nachgefüllt. Zwei Tage später war der lilafarbene trocken – also gleiche Prozedur. Wieder zwei Tage danach schwächelten Orange und Blau.
Spätestens da stellte ich mir die Frage: Geht das nicht effizienter? Lässt sich dieses ständige Nachfüllen vermeiden?
Nachfüllen nach Gefühl? Lieber nicht.
Eines war klar: Einfach alle Marker pauschal aufzufüllen, ist keine gute Lösung. Zu viel Tinte führt schnell dazu, dass Marker überfüllt werden – und die überschüssige Tinte landet in der Kappe. Die Sauerei beim nächsten Öffnen ist vorprogrammiert.
Also stellte sich die nächste Frage:
Gibt es keinen Tintenstand-Anzeiger im Marker?
Diese Frage habe ich während meiner Zeit bei Neuland oft gehört. Wer nachhaltig nachfüllen möchte, will wissen: Wie viel Tinte fehlt eigentlich? Die kurze Antwort: Einen integrierten Tintenstand-Anzeiger gibt es nicht. Also musste eine andere Lösung her.
REFILL SCALE: Eine kleine Waage macht’s möglich
Die Idee war so simpel wie effektiv: Warum nicht den Marker wiegen?
Kleine Digitalwaagen – kaum größer als ein Kartenspiel – passen problemlos in jeden Moderatorenkoffer oder in die Novario®-Box. Sie haben einen Schutzdeckel und meist nur zwei relevante Tasten: Ein/Aus und Tara (Waage auf Null setzen).
Also habe ich es ausprobiert. Ein frisch gefüllter Marker wiegt im Schnitt etwa 20 Gramm. Ein wirklich leer geschriebener Marker brachte es auf 16,6 Gramm. Die Differenz? Rund 3 Gramm – also die Menge Tinte, die fehlt.
Das entspricht etwa 1,5 Tintenbällchen.

Mehr Präzision, weniger Aufwand
Die Waage bringt Licht ins Dunkel der Tintenkammer. Und vor allem: Sie funktioniert zuverlässig.
Wer Marker vor dem Nachfüllen wiegt, kann die tatsächlich benötigte Tintenmenge bestimmen. Das verhindert Überfüllen – und reduziert gleichzeitig unnötige Nachfüllvorgänge.
Denn nichts ist ineffizienter, als einen halb gefüllten Marker nach Gefühl aufzufüllen, während ein anderer bereits komplett trocken ist.

Wissen statt raten
Heute gehe ich so vor: Ich stelle alle Nachfüllflaschen bereit und wiege jeden Marker kurz. So sehe ich sofort, welcher Marker „durstig“ ist – und wie viel er braucht.
Das geht schnell, schafft Klarheit und sorgt am Ende für ein optimal gefülltes Marker-Sortiment. Ganz im Sinne der Refillosophy: Wissen, was man tut – statt auf Verdacht nachfüllen.

Der leere Marker: Hier fehlen über 3 g Tinte.

Derselbe Marker nach 1,5 Nachfüll-Bällchen.

Bei dem roten Marker würde eine Nachfülleinheit reichen, damit er wieder wie neu gefüllt ist.
Refillosophy auf den Punkt gebracht
- Neuland No.One® gefüllt: ca. 20 g
- 1 Nachfülleinheit RefillOne: 2 g
- 1/2 Nachfülleinheit RefillOne: 1 g
Über den Autor:

Guido Neuland ist kreativer Autodidakt und visueller Denker mit einer Leidenschaft fürs Tüfteln. Nach dem Studium der Produktionstechnik an der FH Friedberg trat er ins elterliche Unternehmen ein und war dort anfangs in der Produkt-Entwicklung tätig.
Danach war er bis 2015 verantwortlich für die Bereiche Marketing & Vertrieb und unter anderem verantwortlich für den Ausbau des Marker-Sortiments und die Markteinführung der Marker-Serien Neuland No.One® Art, Neuland BigOne®, Neuland BigOne® Art sowie alle Marker der Serie Neuland FineOne®.
In 2016 wechselte er in die Geschäftsleitung. Seit der Übergabe der Geschäftsleitung an Marc Schulze in 2025 lebt er mit Frau und jüngster Tochter in Hamburg.